Gefahr Aquaplaning

Das Auftreten von Aquaplaning ist schwer erkennbar. Wie Aquaplaning entsteht und Tipps zum richtigen Verhalten finden Sie hier.

Die Aquaplaning Gefahr wird meist unterschätzt. Um dieses Phänomen zu erkennen werden hier kurz mögliche Ursachen erklärt sowie Tipps für die tägliche Autofahrt vorgestellt.

Ursachen
Aquaplaning bedeutet, dass ein erhöhter Wasserstand auf der Straße einen Wasserkeil zwischen Reifenaufstandsfläche und Straße bildet. Somit entsteht durch diese Wasseransammlung eine Bugwelle vor dem Reifen, die nicht schnell abfließen kann. Im schlimmsten Fall verliert der Reifen den vollständigen Fahrbahnkontakt und lässt sich somit nicht mehr steuern. Lenk- und Bremsmanöver zeigen keine Wirkung mehr. Die Steuerungssysteme wie ESP oder ABS können durch die geringe Bodenhaftung meist nicht eingreifen.

Die folgenden Bedingungen beeinflussen die Entstehung von Aquaplaning:
  • Wassertiefe: Je höher der Wasserstand auf der Straße ist, desto geringer sollte die Geschwindigkeit sein um noch die Kontrolle über das Fahrzeug zu bewahren.
  • Fahrgeschwindigkeit: Reduzierung der Geschwindigkeit bis zu 80 km/h, damit die Gefahr des Aufschwimmens der Reifen minimiert wird.
  • Reifenbreite: Je breiter der genutzte Reifen ist, desto mehr Wasser muss verdrängt werden. Aus diesem Grund neigen bereitere Reifen tendenziell häufiger zu Aquaplaning.
  • Profiltiefe: Je geringer die Profiltiefe desto höher ist die Aquaplaning Gefahr, weil die Profilrillen nicht ausreichend das Wasser ableiten können.
  • Reifendruck: Ein zu geringer Reifendruck begünstigt ebenfalls das Aufschwimmen des Reifens.

Tipps
  • Regelmäßige Prüfung der Profiltiefe und falls erforderlich Tausch der Sommerreifen. Die Profiltiefe sollte nicht weniger als 3,5 mm aufweisen.
  • Kontrolle des Reifendrucks.
  • Beachten der Aquaplaning Eigenschaften bereits beim Kauf der Sommerreifen.
  • Reduzierung der Fahrgeschwindigkeit.
  • Auf Spurrillen achten und diese meiden.
  • Gischt- und Wasserschwall bei voranfahrenden Fahrzeugen beachten.
  • Kräfte des Lenkrads beobachten. Das Lenkrad zeigt weniger Wirkung. Vor allem bei heckgetriebenen Fahrzeugen könnte dies ein Anzeichen für Aquaplaning sein.
  • Drehzahl des Motors beobachten, da bei frontgetriebenen Fahrzeugen ohne Schlupfkontrolle die Drehzahl zu schwanken beginnt. Falls eine Schlupfkontrolle bzw. ESP vorhanden ist leuchtet die Kontrolllampe auf.
  • Beim Aufschwimmen der Reifen sollte lenken sowie bremsen vermieden und der Motor ausgekuppelt werden.

Eine sichere Fahrt während der Sommermonate wünscht Ihr Graninger und Mayr Team.



Quelle: https://www.adac.de/infotestrat/reifen/rund_um_den_reifen/aquaplaning/default.aspx